Evenweave für Kreuzstich: Was es ist, wann es passt und der Vergleich mit Aida

Evenweave sieht feiner aus als Aida – aber lohnt sich der Wechsel? Hier erfährst du, was es ist, wie es funktioniert, welche Stoffe du kaufen kannst und wann es passt.

Wenn du bisher auf Aida gestickt hast und jemand Evenweave erwähnt, kommen sofort zwei Fragen auf: Was ist der Unterschied, und lohnt es sich, es auszuprobieren?

Die kurze Antwort: Evenweave ist ein glatterer, feinerer Stoff, auf dem du über zwei Fäden stickst statt in Rasterlöcher. Das Ergebnis wirkt feiner – das Raster des Stoffs verschwindet, und man sieht deine Stiche. Ob es sich „lohnt“, hängt ganz von deinem Projekt ab und davon, was dir wichtig ist.

Dieser Ratgeber erklärt, was Evenweave eigentlich ist, wie es sich von Aida und Leinen unterscheidet, auf welche Stoffe du achten kannst und wie du entscheidest, welcher in dein nächstes Projekt gehört.

Was Evenweave von Aida unterscheidet

Aida ist in Blöcken gewebt – Gruppen von Fäden sind zu einem sichtbaren Raster gebündelt, mit deutlichen Löchern an jeder Ecke. Du stickst in diese Löcher, ein Block = ein Stich. Das Raster ist gut zu sehen, das Zählen ist leicht, und genau deshalb fangen Anfänger auf Aida an.

Evenweave ist aus einzelnen Fäden gewebt, in beide Richtungen gleichmäßig verteilt (daher der Name: even weave, gleichmäßiges Gewebe). Keine Blöcke, kein offensichtliches Raster – nur eine glatte, gleichmäßige Fläche aus Einzelfäden. Du stickst über 2 Fäden statt in vorgeformte Löcher.

Dieses „über 2 Fäden“ ist der Schlüssel dazu, wie sich die Fadenzahl von Evenweave in die Stoffdichte von Aida übersetzt. Evenweave mit 28 ct hat 28 Fäden pro Zoll (11 Fäden/cm). Wenn du über 2 Fäden stickst, überspannt jeder Stich 2 dieser 28 Fäden – das ergibt 14 Stiche pro Zoll. Genau wie Aida 5,4 Stiche/cm (14 ct).

Die Regel: Teile die Fadenzahl des Evenweave durch 2, dann hast du die entsprechende Aida-Stoffdichte.

Evenweave÷ 2 =Entspricht AidaÜbliche Verwendung
25 ct (10 Fäden/cm)12,5 pro Zollca. 13 ct (5,1 Stiche/cm)Etwas größer als üblich – gut für Stickmustertücher mit viel Text
28 ct (11 Fäden/cm)14 pro Zoll14 ct (5,4 Stiche/cm)Das beliebteste Evenweave. Gleiche Stichgröße wie Standard-Aida
32 ct (12,6 Fäden/cm)16 pro Zoll16 ct (6,4 Stiche/cm)Feinere Details, kleinere fertige Größe
36 ct (14 Fäden/cm)18 pro Zoll18 ct (7 Stiche/cm)Sehr feine Arbeit – gutes Licht ist Pflicht
40 ct (16 Fäden/cm)20 pro Zoll20 ct (8 Stiche/cm)Miniaturen und Erbstücke. Nichts für schwache Nerven

Das heißt: Jede Vorlage für Aida 5,4 Stiche/cm (14 ct) funktioniert auf Evenweave mit 28 ct, ohne dass du an der Vorlage etwas ändern musst. Gleiche Anzahl der Stiche, gleiches Garn, gleiches Motiv. Nur Stoff und Technik ändern sich.

Mit dem Stoffrechner vergleichst du die fertigen Größen auf verschiedenen Aida- und Evenweave-Stoffen für die Maße deiner Vorlage.

Das Durcheinander mit Leinen (räumen wir es auf)

Das ist wirklich verwirrend, und auch Erfahrene stolpern darüber.

Beim Kreuzstich wird „Evenweave“ auf zwei Arten verwendet:

  1. Als Oberbegriff – jeder Stoff mit gleichmäßig verteilten Fäden in beide Richtungen. Nach dieser Definition ist streng genommen auch Aida ein Evenweave. Leinen auch. Lugana auch. (Im Deutschen sagt man dafür oft Zählstoff.)
  2. Als bestimmte Stoffart – Stoffe aus Baumwolle oder Baumwollmischung mit gleichmäßiger Bindung, die sich sowohl von Aida als auch von Leinen unterscheiden. Das meinen die meisten, wenn sie „Evenweave“ sagen.

Und dann ist da noch Leinen, das eine weitere Ebene hinzufügt:

Leinen wird aus Flachsfasern hergestellt. Reines Leinen hat natürliche Unregelmäßigkeiten – kleine Verdickungen im Faden, sogenannte Noppen –, die ihm einen charaktervollen, natürlichen Look geben. Diese Unregelmäßigkeiten sind ein Merkmal, kein Fehler. Sie lassen Leinen handgemacht und traditionell wirken.

Gleichmäßig gewebtes Leinen (wie Cashel oder Belfast von Zweigart) ist 100 % Leinen, aber mit gleichmäßigem Fadenabstand gewebt. Die Fäden sind immer noch leicht unterschiedlich dick (es ist eben Leinen), aber der Abstand ist so gleichmäßig, dass man zuverlässig zählen kann. Wenn beim Sticken von „Leinen“ die Rede ist, ist meist dieses gleichmäßig gewebte Leinen gemeint.

Hier die praktische Übersicht:

So heißt esWas es eigentlich istMaterialGleichmäßigkeit der FädenAm besten für
AidaEvenweave in Blockbindung100 % BaumwolleGleichmäßige Blöcke, deutliche LöcherAnfänger, Stickpackungen, vollflächige Motive
Evenweave (Lugana, Jobelan)Evenweave aus EinzelfädenBaumwollmischungSehr gleichmäßige Fäden und AbständeFortgeschrittene, feines Ergebnis
Leinen (Cashel, Belfast)Gleichmäßig gewebtes Leinen100 % LeinenFadenstärke leicht ungleich, Abstand gleichmäßigStickmustertücher, Erbstücke, traditioneller Look

Mach dir über die Namen nicht zu viele Gedanken. Wenn eine Vorlage „Evenweave 28 ct“ verlangt, nimm Lugana oder Jobelan. Wenn sie „Leinen 28 ct“ sagt, nimm Cashel. Wenn nur „28 ct“ dasteht, geht beides – die Anzahl der Stiche ist dieselbe.

Die einzelnen Stoffe (was du kaufen kannst)

Im Handarbeitsgeschäft findest du keine Regale mit der Aufschrift „Evenweave“ – du siehst Markennamen. Das bedeuten sie.

Evenweave aus Baumwollmischung

Lugana (Zweigart) – Das beliebteste Evenweave, Punkt. Eine Mischung aus 52 % Baumwolle und 48 % Viskose, weich, etwas schwer und mit dezentem Glanz. Erhältlich mit 25, 28 und 32 ct und in einer riesigen Farbauswahl. Lugana ist der natürliche nächste Schritt nach Aida – leichter zu handhaben als Leinen, aber mit einem spürbar feineren Ergebnis. Wenn du nur ein Evenweave ausprobierst, dann dieses.

Jobelan (Wichelt) – Eine Mischung aus 51 % Baumwolle und 49 % Modal. In Gewicht und Griff Lugana sehr ähnlich, mit weichem Glanz und sehr knitterarm. Erhältlich mit 28 und 32 ct. Manche schwören auf Jobelan statt Lugana, andere können die beiden kaum unterscheiden. Beide sind ausgezeichnet.

Murano (Zweigart) – Ein Evenweave mit 32 ct (12,6 Fäden/cm). Über 2 Fäden gestickt, entspricht es Aida 6,4 Stiche/cm (16 ct). Ein guter Mittelweg für alle, die feinere Details als bei 28 ct wollen, ohne gleich auf Leinen umzusteigen.

Brittney (Zweigart) – Ein älterer Name für das, was heute meist als Lugana mit 28 ct verkauft wird. Den Namen findest du vielleicht auf alten Vorlagen oder in älteren Ladenbeständen.

Leinen

Cashel (Zweigart) – 28 ct (11 Fäden/cm), 100 % Leinen. Das häufigste Leinen für Kreuzstich. Gleichmäßiger Fadenabstand mit der natürlichen Struktur von Flachs. Wunderschön für Stickmustertücher und jedes Motiv, das traditionell wirken soll. Teurer als Lugana.

Belfast (Zweigart) – 32 ct (12,6 Fäden/cm), 100 % Leinen. Feiner als Cashel und weicher, als man denkt. Beliebt für detailreiche Erbstücke.

Edinburgh (Zweigart) – 36 ct (14 Fäden/cm), 100 % Leinen. Sehr fein – entspricht Aida 7 Stiche/cm (18 ct). Braucht gutes Licht, eine Lupe und Geduld. Die Ergebnisse sind atemberaubend, aber das ist kein Gelände für Anfänger.

Newcastle (Zweigart) – 40 ct (16 Fäden/cm), 100 % Leinen. Extrem fein, Arbeit im Miniaturmaßstab. Bei dieser Fadenzahl wird eine normale Vorlage winzig und unglaublich detailreich. Für alle, denen die Herausforderung so viel Freude macht wie das Ergebnis.

Die Sache mit Zweigart

Dir fällt sicher auf, dass die meisten dieser Namen Produkte von Zweigart sind. Zweigart (ein deutsches Unternehmen, gegründet 1877) beherrscht den Markt für Kreuzstichstoffe und hat die Kategorien praktisch benannt. Andere Hersteller machen vergleichbare Stoffe – Wichelt, Permin, DMC –, aber die Namen von Zweigart sind zu Gattungsbegriffen geworden. Wenn jemand sagt „Ich sticke auf Cashel“, kann jedes Leinen mit 28 ct gemeint sein, nicht unbedingt genau das Produkt von Zweigart.

Wann Evenweave besser passt als Aida

Es geht nicht ums Können – es geht ums Projekt.

Nimm Evenweave, wenn:

  • Im fertigen Stück freier Stoff zu sehen ist. Das Blockraster von Aida ist an unbestickten Stellen sichtbar. Bei einem Motiv mit Bordüre, Text oder verstreuten Motiven (wo der Stoff der Hintergrund ist) sieht Evenweave viel sauberer aus, weil das Raster verschwindet. Dasselbe gilt für Blackwork (auf Englisch), bei dem der Stoff zum größten Teil absichtlich frei bleibt.
  • Das Motiv Teilstiche verwendet. Viertel- und Dreiviertelstiche (oft zusammen mit Konturen im Rückstich (auf Englisch)) musst du durch die Mitte des Stoffs stechen. Auf Evenweave stichst du in die natürliche Lücke zwischen zwei Fäden – einfach und genau. Auf Aida schiebst du eine stumpfe Nadel durch die Mitte eines dicht gewebten Blocks. Das geht, ist aber weniger angenehm und weniger genau.
  • Du das Stück rahmen (auf Englisch) oder verschenken willst. Die feine Oberfläche von Evenweave (besonders Lugana) wirkt hinter Glas fertiger und eleganter. Das ist teils Geschmackssache, aber die meisten Rahmengeschäfte werden dir dasselbe sagen.
  • Es traditionell oder nostalgisch wirken soll. Besonders Leinen – mit seinen natürlichen Noppen und seiner lebendigen Struktur – ist die klassische Wahl für Stickmustertücher, Reproduktionen historischer Vorlagen und traditionelle Motive.

Bleib bei Aida, wenn:

  • Du gerade anfängst. Sichtbare Löcher machen das Zählen leichter und schneller. Es ist keine Schande, jahrelang auf Aida zu sticken – oder für immer. Viele Erfahrene bevorzugen es.
  • Das Motiv vollflächig ist. Wenn jedes Kästchen einen Stich bekommt, sieht sowieso niemand den Stoff. Aida ist günstiger, steifer (leichter im Stickrahmen zu handhaben) und schneller bestickt. Bei einem vollflächigen Stück von 300 × 400 Stichen, das 600 Stunden (auf Englisch) dauert, ist die Stoffwahl eine der unwichtigsten Entscheidungen überhaupt.
  • Tempo wichtiger ist als Feinheit. Auf Aida stickt man schneller, weil die Löcher leichter zu finden sind. Wenn du schnell ein Geschenk machst oder einen Termin hast, bremst Aida dich nicht aus.
  • Du eine Stickpackung stickst. Stickpackungen enthalten den passenden Stoff für das Motiv. Nimm, was in der Packung ist.

Hier gibt es keine falsche Antwort. Manche sticken alles auf Aida und sind rundum zufrieden. Andere steigen auf Evenweave um und wollen nie wieder zurück. Probier beides an einem kleinen Übungsstück aus, bevor du dich auf ein großes Projekt festlegst.

So stickst du auf Evenweave

Wenn du bisher nur auf Aida gestickt hast, brauchst du eine kurze Eingewöhnung – meist ein paar Stunden –, dann macht es Klick.

Die Technik „über 2 Fäden“

Auf Aida geht deine Nadel von einem Loch zum diagonal gegenüberliegenden Loch eines einzelnen Blocks. Auf Evenweave geht sie in jede Richtung über zwei Fäden. Der fertige Kreuzstich sieht genauso aus – du zählst nur Fäden statt Blöcke.

Am einfachsten fängst du so an: Such dir eine Fadenkreuzung nahe der Mitte deines Stoffs und stich die Nadel dort nach oben. Zähl zwei Fäden nach rechts und zwei Fäden nach oben – dort stichst du wieder ein. Damit hast du einen halben Kreuzstich auf Evenweave gemacht.

Praktische Tipps

Nimm einen Stickrahmen oder Spannrahmen. Evenweave ist weicher und nachgiebiger als Aida. Ohne Rahmen kann es sich dehnen und verziehen. Q-Snap-Rahmen funktionieren bei größeren Evenweave-Projekten besonders gut, weil sie die Spannung gleichmäßiger verteilen als runde Stickrahmen.

Gutes Licht ist Pflicht. Die einzelnen Fäden sind feiner und schlechter zu sehen als die Rasterlöcher von Aida, besonders bei hohen Fadenzahlen. Eine Tageslichtlampe oder eine Lupe macht einen spürbaren Unterschied – gerade wenn du abends stickst.

Nimm die richtige Nadel. Sticknadeln ohne Spitze in Stärke 24 für 28 ct, in Stärke 26 für 32 ct. Die stumpfe Spitze gleitet zwischen den Fäden hindurch, ohne sie zu spalten. Zum Sticken über 1 Faden und warum viele beim Leinen eine Nummer feiner wählen, siehe Nadeln für Evenweave und Leinen.

Sichere die Ränder. Evenweave franst stärker aus als Aida. Versäubere die Kanten vor dem Zuschneiden mit Kreppband, einem Zickzackstich der Nähmaschine oder einem flüssigen Fransenstopp. Nach 20 Stunden Arbeit wirst du dir dankbar sein, wenn die Ränder noch heil sind.

Halte die Spannung gleichmäßig. Zieh die Stiche nicht zu fest an (der Stoff kräuselt sich) und lass sie nicht zu locker (sie hängen durch). Evenweave verzeiht ungleichmäßige Spannung weniger als Aida, weil kein steifes Raster die Stiche an ihrem Platz hält.

Teste die Zahl der Fäden. Üblich sind 2 Fäden auf 28 ct über 2 Fäden (genau wie auf Aida mit 14 ct). Weil die Fäden von Evenweave aber feiner sind, finden manche, dass 2 Fäden etwas weniger decken als auf Aida. Sticke ein kleines Probequadrat und schau, ob der Stoff durchscheint. Wenn ja, nimm einen Faden mehr oder wähle eine Garnmarke (auf Englisch) mit etwas dickeren Fäden (Anchor ist meist eine Spur dicker als DMC – siehe unseren Vergleich DMC oder Anchor).

Stoffgröße für Evenweave berechnen

Die Rechnung funktioniert wie bei Aida – du musst nur zuerst die Fadenzahl durch zwei teilen (weil du über 2 Fäden stickst).

Fertige Größe = Anzahl der Stiche ÷ (Fadenzahl ÷ 2)

Eine Vorlage mit 140 Stichen Breite auf Evenweave mit 28 ct: 140 ÷ (28 ÷ 2) = 140 ÷ 14 = 10 Zoll (25,4 cm) breit.

Das ist dasselbe wie 140 Stiche auf Aida mit 14 ct – was die Gleichung bestätigt.

Dann rechnest du auf jeder Seite 7,5–10 cm Rand zum Rahmen dazu und kommst auf ein Stück Stoff von 41–46 cm (16–18 Zoll).

Der Stoffrechner erledigt das alles automatisch – gib einfach deine Anzahl der Stiche ein, wähle die Fadenzahl deines Stoffs, und er nennt dir die Zuschnittgröße samt Rand.

Pflege von Evenweave-Arbeiten

Waschen: Die meisten Evenweave-Stoffe sind waschbar. Wasch von Hand in lauwarmem Wasser mit einem milden Waschmittel. Nicht auswringen – roll das Stück in ein Handtuch und drück das Wasser sanft heraus. Wenn du handgefärbte Garne verwendet hast (Weeks Dye Works, Classic Colorworks), prüfe die Farbechtheit, bevor du das ganze Stück wäschst.

Bügeln: Bügle das Stück mit der Vorderseite nach unten auf einem Handtuch, solange es noch leicht feucht ist. Das Handtuch polstert die Stiche, damit sie nicht plattgedrückt werden. Evenweave aus Baumwollmischung wie Lugana lässt sich leicht bügeln. Leinen knittert hartnäckig – Dampf hilft.

Aufbewahren: Bewahre unfertige Arbeiten gerollt auf (nicht gefaltet), damit keine Knicke entstehen, die sich aus Leinen nur schwer entfernen lassen. Leg sie in einen sauberen Kissenbezug oder einen Baumwollbeutel, geschützt vor direktem Sonnenlicht.

Häufige Fragen

Was ist Evenweave?
Ein Kreuzstichstoff aus gleichmäßig verteilten Einzelfäden in beide Richtungen. Du stickst über zwei Fäden, das Ergebnis wirkt glatter als auf Aida. Bekannte Evenweave-Stoffe sind Lugana (Baumwollmischung) und Cashel (100 % Leinen).
Ist Evenweave schwerer als Aida?
Anfangs ein bisschen. Die Fäden sind feiner, und es gibt kein sichtbares Raster, das dich führt, also braucht das Zählen mehr Aufmerksamkeit. Die meisten gewöhnen sich nach ein paar Stunden Übung daran.
Mit welcher Fadenzahl soll ich bei Evenweave anfangen?
Mit 28 ct (11 Fäden/cm). Über 2 Fäden gestickt, entspricht das Aida 5,4 Stiche/cm (14 ct) – der üblichsten und angenehmsten Größe. Lugana mit 28 ct ist der am häufigsten empfohlene Einstieg.
Kann ich dieselben Vorlagen auf Evenweave und Aida sticken?
Ja. Jede Kreuzstichvorlage zum Zählen funktioniert auf beiden Stoffarten. Die Anzahl der Stiche bleibt gleich – nur Stoff und Technik ändern sich.
Was ist der Unterschied zwischen Evenweave und Leinen?
Evenweave (wie Lugana) ist ein industriell hergestelltes Baumwollmischgewebe mit völlig gleichmäßigen Fäden. Leinen (wie Cashel) ist 100 % Flachs mit natürlichen Unterschieden in der Fadenstärke. Beide werden gleich bestickt.
Ist Lugana dasselbe wie Evenweave?
Lugana ist ein bestimmter Evenweave-Stoff von Zweigart – eine Mischung aus Baumwolle und Viskose. Er ist das beliebteste Evenweave, aber nicht das einzige.
Kann ich auf Evenweave „über 1 Faden“ sticken?
Ja – so bekommst du doppelt so viel Detail auf derselben Fläche (28 ct über 1 Faden = 28 Stiche pro Zoll, 11 pro cm). Das nutzt man für Miniaturen und sehr feine Motive. Du brauchst weniger Fäden (meist einen) und eine feine Sticknadel ohne Spitze in Stärke 28.

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